Die Wirkungsweise

Weshalb 2taktverbrennungsmotor?



Quelle: wikipedia.org

From German Bild:Arbeitsweise Zweitakt.gif

Es werden bei einer Kurbelwellenumdrehung 2 Takte mit je 2 Hauptfunktionen, welche zur gleichen Zeit
Ablaufen, ausgeführt. Wir sprechen von Verbrennungsmotoren, ist es wirklich korrekt, bei 10.000 bis über 18.000 U/min von
einem Verbrennungsmotor zu sprechen?
Ich hatte vor 35 Jahren schon Diskusionen, wo gestritten wurde als die 10 T U/min noch eine "Schallmauer"
war:
-eine Verbrennung ist ein langsamer physikalischer Vorgang
-eine Explosion dagegen ein schneller VorgangBeschreiben wir dann nicht doch einen gesteuerten "Explosionsmotor"?Es ist auch nicht genau definiert, wo der 1 Takt beginnt und ab wann der 2 Takt einsetzt.Die Gase schwingen- sie sind immer in Bewegung bzw.die verbrannten Gase erzeugen
im wichtigen Bauteil des 2takters, dem Auspuff, eine Resonanz.Wäre es dann nicht richtiger, von einem "Schwingungsmotor" zu sprechen?Genug des Philosophierens,die Leistungsentwicklung in den letzten 3 Jahrzehnten bei Einhaltung der
Grundfunktionen ist genial und läßt die Herzen der Fans höher schlagen.

Wie arbeitet ein 2taktmotor ( Grundprinzip ) Das geniale Grundprinzip des 2taktmotors, besteht nur aus 2 beweglichen Teilen.
Die Kurbelwelle:
bestehend aus Wangen, Pleuel, Hubzapfen und zwei Lagern (bei modernen Motoren ausschließlich
Nadellager, wo nach Bauart noch Anlaufscheiben dazukommen).Der Kolben als Bauteil:
Mit den sich bewegenden Teilen, Kolbenbolzen mit Kolbenbolzensicherungsringen, Kolbenringe
(1-3 je nach Bauart) mit Arretierungsstiften zur Verhinderung des Verdrehen der Kolbenringe.

1.Takt OT (Oberer Totpunkt)

Kurz vor dem OT wird das verdichtete Kraftstoff / Luftgemisch gezündet und verleiht der Kurbelwelle
eine Drehbewegung.
Zur gleichen Zeit, hat das Kolbenhemd ( Teil am Kolben mit der Funktion als Steuerkante) den Einlaß-
kanal voll geöffnet.Das im Vergaser frisch aufbereitete Kraftstoff / Luftgemisch strömt in das Kurbelge-
häuse unterhalb des Kolbens.

Der Kolben bewegt sich zum UT (Unterer Totpunkt ) und gibt nach der Verbrennung den Auslaßkanal
mit dem Kolbenboden als Steuerkante frei. ( die Funktion der Steuerkante, kann auch durch einen
L-Kolbenring übernommen werden.)
Bei der weiteren Bewegung zum UT wird der Einlaßkanal vom Kolbenhemd geschlossen.
Das sich im Kurbelgehäuse befindliche Gasgemisch wird vorverdichtet bis der Kolbenboden
die Überströmkanäle frei gibt.
Der nun schon halb geöffnete Auslaßkanal hat die sich im Zylinder befindlichen verbrannten Gase
Freigegeben, man nennt den Zustand auch Entspannungsphase oberhalb des Kolben.
Der Kolben bewegt sich weiter zum UT und hat bei der Öffnung der Überströmkanäle die höchste Vorverdichtung
der Gase im Kurbelgehäuse erreicht.Das Kraftstoff / Luftgemisch strömt über die Kanäle in den Zylinder
bzw. den Brennraum.
Dabei haben die frischen Gase die Funktion, die verbrannten Gase aus dem Verbrennungsraum zu
drücken. ( moderne Motoren ausschließlich durch Umkehrspülung)

2.Takt

Der UT ist erreicht; die Überströmkanäle und der Auslaßkanal sind voll geöffnet,der Kolben bewegt sich nun
wieder zum OT. Nach dem der Kolbenboden wieder die Stelle im Zylinder erreicht hat, wo die Überström-
kanäle geschlossen sind, strömen durch den noch halb geöffneten Auslaßkanal frische Gase in den Auspuff.
Man spricht von einer gut abgestimmten Auspuffanlage, wenn diese durch Resonanz die schon ausgetretenen
unverbrannten Gase in den Brennraum zurückdrückt.Nachdem der zum OT strebende Kolben, den Auslaß
geschlossen hat, beginnt die Hauptphase der Verdichtung des Kraftstoff / Luftgemisches.Im gleichen Zeitraum wurde der Einlaßkanal wieder freigegeben und die frischen Gase strömen erneut ins
Kurbelgehäuse.
Die im Brennraum befindlichen Gase werden weiter verdichtet, bis kurz vor dem OT die Frischgase durch den
Zündfunken an der Zündkerze zur "Verbrennung" gebracht werden.
Der Kreislauf von einer Kurbelwellenumdrehung ist abgeschlossen.
Das war das Grundprinzip ohne KW (1KW = 1,36 PS) die stehen im Zusammenspiel aller Bauteile.Zu welchen genau definierten Zeitpunkt, was abläuft, wird durch Steuerzeiten geregelt.
Das Bestreben der Techniker hohe Leistungen zu erreichen, wird je nach Einsatzzweck modifiziert.
Wir wissen heute auch, daß nicht nur die Leistung, sondern das Drehmoment mit einem genügend
breiten Drehzahlband für Fahrbarkeit eine große Rolle spielt.
Um immer weiter zu optimieren, werden die zeitlichen Abläufe auf einander abgestimmt.
Nur eine kleine Auswahl, was alles zueinander passen muß, um eine l/Leistung von mehr als 400 PS
zu erreichen.
Ich möchte die Materialtechnologie an erster Stelle nennen, denn auf der Suche nach PS sind wir zu
DDR-Zeiten oft daran gescheitert, da ja die Grundbauteile bis heute gleich geblieben sind.
Die schon erwähnten Steuerzeiten in Zusammenhang mit Kanalformen und Winkel in allen drei Ebenen
müssen mit den Aggregaten der Gemischaufbereitung (Vergaser) und dem Resonanzverhalten (Auspuff)
eine Einheit bilden.
Eine Zündanlage, welche den Drehzahlen gewachsen ist und so als ein weitere Grundlage für hohe Leistungen
im System steht,......

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